Warum feiern wir eigentlich Karneval?

Jedes Jahr werfen wir uns pünktlich zum 8. Februar in lustige Kostüme. Aber woher kommt dieser Brauch eigentlich?

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Keine Frage, für uns gehört die Karnevalsfeiertage vom 8. bis zum 13. Februar zur schönsten Zeit des Jahres. Wir werden zu Superhelden, Einhörnern oder Angela Merkel und lassen uns für ein paar Tage durch ein lustiges, buntes und meistens auch feuchtfröhliches Paralleluniversum zu unserem langweiligen Alltag treiben.  Doch warum feiern wir überhaupt die fünfte Jahreszeit?

Der Karnevalsbrauch ist älter, als viele Jecken vermuten. Schon die alten Germanen haben sich zu dieser Zeit verkleidet und mit viel Wein, Gesang, Tanz und lauter Musik gefeiert, um die bösen Geister zu vertreiben und den guten zu huldigen. Später übernahmen die Christen diese Tradition, für die der Karneval aber einen anderen Zweck erfüllte. Mit der Völlerei und Feierei im Rahmen der wurde die 40-tägige Fastenzeit bis Ostern eingeleitet.

Die typischen Umzüge, wie sie heute an Karneval veranstaltet werden, haben ihren Ursprung in der Zeit der französischen Besetzung des Rheinlandes Anfang des 20. Jahrhunderts. Weil es verboten war, öffentlich Kritik an der Politik zu äußern, traf man sich unter dem Deckmantel der Unterhaltung in privaten Clubs. Die polemischen Reden, die in diesen „Karnevalsclubs“ geschwungen wurden, sind die Vorgänger der heutigen Büttenreden.  In diesem Sinne: Ein Kölsch auf die lange Geschichte des Karnevals!

Lollies mit Wahnsinn (…Hölle, Hölle, Hölle)

Karneval

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