Was macht einen guten Partysong aus?
Warum gehen bei manchen Songs sofort alle auf die Tanzfläche – und andere laufen einfach so nebenbei?
Warum gehen bei manchen Songs sofort alle auf die Tanzfläche – und andere laufen einfach so nebenbei?
Zum Hören vor oder auf dem Weg zu einer Party, auf der du keinen kennst: Pusht das Selbstbewusstsein und macht gute Laune!
Die meisten Partyhits liegen zwischen 115 und 130 BPM. Das ist schnell genug für Energie – aber nicht so schnell, dass man nach 2 Minuten fertig ist.
Aber zugegeben: Die Tendenz geht gerade Richtung schneller. 140 bis 150 BPM in der aktuellen Dance-Szene ist heutzutage keine Seltenheit mehr. Gerade die Partyschlagermusik wird gerade übrigens immer schneller.
Wir merken uns also: Unter 115 BPM geht gar nicht, nach oben hin wäre unserer Meinung nach die Grenze bei 200 BPM, alles Schnellere macht wohl wirklich keinen Spaß mehr und ist auch schwer tanzbar.
Ein guter Partysong braucht eine Hook, die man nach dem ersten Hören draufhat. Das hat schon in den 90ern geklappt mit z.B. "Everybody" von den Backstreet Boys oder "Wannabe" von den Spice Girls, und funktioniert auch bei Partyschlagersongs wie „Schatzi schenk mir ein Foto“ oder „Johnny Däpp“.
Egal ob Pop oder Partyschlager – die Hook ist:
✔️ kurz
✔️ wiederholend
✔️ emotional klar
✔️ sofort verständlich
✔️ laut brüllbar
Wir fassen zusammen: Wenn man den Refrain nach zwei Bier auch noch sicher trifft, ist es ein echter Partysong 😄
Moderne Produktionen sind für große Boxen gemacht. Also brauchen sie: Tiefe Bässe. Klare Vocals. Druck im Refrain.
Ohne vernünftige Kick, die nach vorne schiebt, ohne Bass, den man im ganzen Körper spürt, ist es auch kein richtiger Partysong.
Gute Partysongs transportieren etwas. Es funktionieren Themen wie:
Eskalation & Ausnahmezustand, in Songs wie LMFAO – „Party Rock Anthem“ oder Black Eyed Peas – „I Gotta Feeling“
Trennung, aber mit Haltung, in Songs wie Taylor Swift – „Shake It Off oder P!nk – „So What“
Sommer & Leichtigkeit, in Songs wie Calvin Harris – „Summer“ oder Luis Fonsi – „Despacito“
Alkohol & Feiern (offensichtlich 😄), in Songs wie Mickie Krause – „Geh mal Bier hol’n“ oder Ingo Ohne Flamingo - "Saufen"
Rebellion & Ausbruch, in Songs wie Tiësto – „The Business“ oder Icona Pop – „I Love It“
Das sind nur ein paar Themen, die funktionieren. Letztendlich geht es immer darum, ein klares Gefühl zu transportieren, keine komplizierte Botschaft zu haben, und etwas auszudrücken, das viele gerade selbst fühlen.
Gerade bei 90ern und 2000ern gilt: Die Erinnerung macht den Song doppelt stark.
Wenn beim ersten Ton sofort Bilder von der Klassenfahrt, der Dorfdisko oder der Abi-Party im Kopf auftauchen, ist die Tanzfläche sicher.