Abgeschnittene Krawatte
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Abgeschnittene Krawatte

Das ist der Brauch hinter Weiberfastnacht

Wieso werden den Männern die Krawatten abgeschnitten? Ihr erfahrt es hier!

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Weiberfastnacht
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Weiberfastnacht

Woher kommt der Brauch, den Schlips abzuschneiden?

Der Donnerstag vor Aschermittwoch ist der Übergang zwischen dem Sitzungs- zum Straßenkarneval. Man kostümiert sich also, feiert aber eher in Kneipen und nicht auf Straßenumzügen. Frauen schneiden an Weiberfastnacht traditionell den Männern die Krawatten ab. Aber woher kommt der Brauch? Ganz einfach: Die Frauen haben an diesem Tag die "Macht". Der Schlips fungiert dabei als Symbol der "Männlichkeit". Aber fangen wir ganz von vorne an:

Der Brauch stammt aus dem Mittelalter, als Frauen Männern noch in allem unterstellt waren. Ursprünglich war die Weiberfastnacht ein Tag für Bewohnerinnen in Nonnenklöstern, an dem sie sich eine Auszeit vom strengen Leben genommen haben. Sie durften das machen, was sie sonst nicht durften wie tanzen und Karten spielen.

Das mit den Krawatten kam erst später dazu, genauer gesagt im Jahr 1824. Im damals männlich dominierten Karneval taten sich Frauen in Bonn-Beuel zusammen, um das Rathaus zu stürmen und allen Männern dort die Krawatten abzuschneiden.

Weiberfastnacht war also der Tag, an dem die Frauen das Karnevalsregiment übernahmen. Im Rheingebiet verkleideten die Frauen sich zumeist mit hässlichen Masken, überließen den Männern den Haushalt und die Kinder und feierten unter sich. Vielerorts wurde auch das "Weiberzechen" praktiziert. Dabei wurden Frauen von Männern auf Wein eingeladen. 

Erst in der Mitte des 20. Jahrhunderts hat sich dann der Brauch, Männern die Krawatten abzuschneiden, in größeren Teilen der Gesellschaft eingebürgert.

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